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Kuhsignal - Rinderläuse
Biosicherheit|26.10.2026

Kuhsignal - Rinderläuse

Problematik/Bildaussage

Das Foto zeigt viele Krabbeltiere in einer Hautfalte an der Vulva einer Schlachtkuh. Der Kopf der Insekten ist schmal. Schmaler als der Thorax, an dem die sechs Beine zu sehen ist. Ausserdem haben sie einen Stechrüssel am Kopf. Diese körperlichen Zeichen deuten darauf hin, dass es sich bei diesen Insekten um Rinderläuse handelt.

Bild: Swissgenetics / sme

Was funktioniert (nicht)?

Läuse sind Blutsauger – deshalb brauchen sie auch einen Stechrüssel. Die befallenen Rinder haben starken Juckreiz. Oft scheuern sie sich blutig und sind extrem unruhig. Oft sind Körperregionen betroffen, die sie weder mit dem Schwanz noch mit der Zunge erreichen können, zum Beispiel die Region um den Widerrist. Häufig kommt es wegen der andauernden Unruhe und dem Rückgang der Futteraufnahme zum Leistungsrückgang oder zum Kümmern von Kälbern. Bei extremem Befall können Kälber durch den Blutverlust sogar eine Anämie entwickeln.

Ursachen

Es gibt verschiedene Arten von Läusen, die Rinder befallen: Am häufigsten kommt Haematopinus eurysternus vor, ausserdem gibt es Linognathus vituli sowie Solenopotes capillatus. Ihre Hauptsaison beginnt im Herbst und zieht sich durch den Winter, gerne in feuchtwarmen Ställen. Läuse können auf den ersten Blick mit Haarlingen verwechselt werden. Diese Insekten haben allerdings einen breiteren Kopf. Er ist dicker als ihr Thorax.

Ziel

Den Läusebefall behandeln, damit die befallenen Tiere wieder Ruhe haben.

Massnahme

Die Diagnose erfolgt mit dem blossen Augen. Läuse und ihre Eier (Nissen) sind vor allem an den abgeriebenen Hautstellen gut zu erkennen. Die Behandlung erfolgt mit Aufguss- oder Injektionspräparaten, die gegen Hautparasiten wirken. Manche Parasitologen empfehlen in stark befallenen Betrieben, auch den Stall mit Insektiziden auszusprühen.