Kuhsignal – Mückenstiche am Euter
Bildbeschreibung und Interpretation
Die Haut des Euterbodens und der Zitzen ist mit kleinen dunkelroten Pünktchen übersät. Die Zitzen wirken leicht geschwollen. Sie sind ödematisiert: Es ist Wasser in der Unterhaut eingelagert. Die roten Pünktchen lassen sich abreiben. Bei der Reinigung vor dem Melken färbt sich das Eutertüchli blutig-rot. Es handelt sich also um geronnenes Blut.
Ursachen
Diese Kuh wurde massiv von Stechmücken befallen. Diese blutsaugenden Insekten können am nur wenig behaarten Euter besonders leicht sitzen. Manche Mückenarten stechen die Blutgefässe der Haut an. Andere z.B. Kriebelmücken (Simuliiden) ritzen die Haut an bis sich ein kleiner Blutsee bildet, den sie absaugen. Es bleiben dabei die roten Pünktchen aus geronnenem Blut zurück. Die Giftstoffe des Mückenspeichels verursachen entzündliche Ödeme der betroffenen Hautstellen. Es können nur einzelne Tiere oder aber die ganze Herde gestochen werden – je nach Anzahl der Insekten.
Ziel
Insektenstiche am Euter sind immer heikel. Denn neben der direkten Schädigung der Haut können sie immer auch Erreger von Euterentzündungen übertragen. Und das nicht nur bei Kühen, sondern auch bei Aufzuchtrindern. Ziel muss daher sein, die Tiere vor Stechmücken zu schützen.
Massnahmen
Kriebelmücken schwärmen bevorzugt tagsüber bei sonnigem, windstillem Wetter. Daher lässt sich die Herde zum einen schützen, indem man bei entsprechender Witterung nur nachts weidet. Passt die Nachtweide nicht in den Betriebsablauf oder müssen die Rinder ganztägig geweidet werden, schützt die Behandlung mit Insektiziden.
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