Kuhsignal – Kuschelnde Kälber
Problematik/Bildaussage
Vier Kälber der drei Schweizer Hauptrassen liegen eng beisammen auf der Weide. Sie sind schläfrig bzw. am Wiederkauen.
Was funktioniert (nicht)?
Diese Kälber haben sich ihren kuschligen Platz selber so nahe ihrer Artgenossen ausgewählt, dass sie alle miteinander Körperkontakt haben, obwohl es rundum viel Platz gibt. Trotz unterschiedlicher Rassen haben sie keine Berührungsängste.
Ursachen
Kühe und Kälber sind hochsozialisierte Tiere, die natürlicherweise in einem Herdenverband leben und sich über Körpersprache (sog. Kuhsignale) und –kontakt intensiv untereinander austauschen.
Ziel
Kühe und Kälber so zu halten, dass sie ihr natürliches soziales Verhalten ausleben können.
Massnahmen
In Anbindehaltung darauf achten, dass es nicht zu Rangkämpfen unter Nachbarinnen kommt (Verletzungsgefahr!) und regelmässigen Auslauf garantieren. Bei Laufstallhaltung genug grosse Stallungen haben, damit die Tiere einander ausweichen bzw. stressarm kreuzen und sich Tiergruppen bilden können. In beiden Stallsystemen Überbelegung vermeiden.
Kälberbedürfnisse
Kälber brauchen mehr als Futter und Milch: Wärme, Frischluft, Sozialkontakt, Beschäftigung und Hygiene fördern Gesundheit und Tierwohl.
Kuhsignal – Mittagsschlaf
Kühe und Kälber benötigen ausreichend Ruhe, Platz und bequeme Liegeflächen für gesundes Schlafverhalten und optimale Leistung.
Kuhsignal – Drillinge im Frühling
Diese Drillinge bleiben auf der Frühlingsweide stets beieinander, was auf enge Geschwisterbindung und soziale Stabilität hinweist.
Kälber halten
Überblick zur erfolgreichen Kälberhaltung mit Stallvarianten, Einzel- und Gruppenhaltung sowie Schutz, Hygiene und Bedürfnissen für gesunde Entwicklung.
