Kuhsignal – Mittagsschlaf
Problematik/Bildaussage
Drei Kälber liegen entspannt schlafend im Gras in der Sonne. Sie haben Körperkontakt.
Was funktioniert (nicht)?
Die Kälber haben auf der Weide genug Platz, sich so hinzulegen, wie sie es natürlicherweise tun: In Seitenlage und z.T. mit ausgestreckten Beinen. Die Unterlage ist so beschaffen, dass sie bequem liegen und schlafen können.
Ursachen
Kälber, Rinder und Kühe liegen und ruhen ca. 16 h am Tag. Davon schlafen sie aber höchstens 4 h so tief wie wir Menschen. Und dies in vielen kurzen Sequenzen von 1–5 Minuten. Sie machen quasi „Power-Naps.“ Die anderen 12 h verbringen sie wiederkauend bzw. im Halbschlaf. Bedingung für das natürliche Schlafverhalten ist genug Ruhe, Platz und bequeme Liegeflächen. Diese müssen trocken, verformbar, geräumig und in genügender Anzahl vorhanden sein. Haben die Tiere zu wenig Ruhe, fallen sie in ihrer Leistung ab.
Ziel
Gesunde, leistungsstarke Kälber, Rinder und Kühe dank natürlichem Schlafverhalten.
Massnahmen
- Genug Ruhe: Stallarbeiten, Fütterungs- und Weidesequenzen so gestalten, dass die Tiere dazwischen lange ungestörte Ruhephasen haben, in denen sie wiederkauen und „powernappen“ können. Insgesamt an die 16 Stunden.
- Platz: Kälber, Rinder und Kühe schlafen oft gerne in Seitenlage und mit ausgestreckten Beinen.
- Bequeme Liegeplätze: Diese sollten verformbar und trocken beschaffen und unbedingt in genügender Anzahl vorhanden sein, so dass jedes Tier einen Liegeplatz hat.
Kälberbedürfnisse
Kälber brauchen mehr als Futter und Milch: Wärme, Frischluft, Sozialkontakt, Beschäftigung und Hygiene fördern Gesundheit und Tierwohl.
Körpersprache und Verhalten
Rinder kommunizieren über klare Körpersprache; wer Distanzzonen, Rangordnung und Wahrnehmung kennt, kann sie ruhig und stressfrei treiben.
Kuhsignal – Kalb auf Weide
Weidezugang ab Geburt fördert Gesundheit und Entwicklung von Kälbern durch frische Luft, Bewegung und hochwertiges Gras, erfordert jedoch Schutz, Hygiene und Parasitenkontrolle.
Kuhsignal – Kuschelnde Kälber
Kälber suchen engen Körperkontakt, da sie als Herdentiere sozialen Austausch brauchen; ausreichend Platz und geeignete Haltung vermeiden Stress und Rangkämpfe.
