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Kuhsignal – Astloch in der Zitze
Eutergesundheit|08.05.2026

Kuhsignal – Astloch in der Zitze

Bildbeschreibung

An der äusseren Seite dieser Zitze befindet sich zugebildetes, rundes Gewebe – Durchmesser ca. 1 cm. Auf den ersten Blick könnte man dieses mit einer Warze verwechseln. Bei genauem Hinsehen erkennt man allerdings, dass Milch aus dieser Verdickung austritt.

Bild: Swissgenetics

Was funktioniert (nicht)?

Die austretende Milch zeigt, dass eine Verbindung zwischen der Oberfläche der Verdickung und dem Inneren der Zitzenzisterne besteht.

Ursachen

Es besteht eine vermutlich angeborene Seitenöffnung an dieser Zitze. Nach Angaben des Tierbesitzer wird die Stelle im Laufe der Laktation durch die mechanische Belastung der Zitze während des Melkens immer dicker – evt. wurde in der Vergangenheit Gewebe aus dem Inneren der Zitze durch das Melkvakuum nach aussen gesaugt, das jetzt diesen warzenartigen Wulst bildet. Solche Astlöcher können aber auch ganz unauffällig ohne verdicktes Gewebe sein. Bei diesen fällt nur auf, dass nach dem Milcheinschuss weisses Sekret seitlich aus der Zitze läuft – wie z.B. bei diesem Tier:

Bild: Swissgenetics

Ziel

Überall, wo Milch aus dem Euter austritt, können auch Keime eintreten. Tiere mit Astloch haben daher immer ein höheres Mastitisrisiko. Um eine Infektion zu vermeiden, ist daher eine besonders sorgfältige Melkhygiene notwendig.

Massnahmen

Eine erbliche Veranlagung ist möglich. Betroffene Tiere sollten daher vorsorglich aus der Zucht ausgeschlossen werden. Manche Astlöcher können chirurgisch verschlossen werden. Daher ist eine tierärztliche Beratung sinnvoll.