Die Befruchtung: Der Fitteste gewinnt

Sobald die Eizelle nach dem Eisprung im Eileiter angekommen ist, lösen sich die Samenzellen aus dem Spermienreservoir. Sie schwimmen eileiter-aufwärts bis sie in der Eileiter-Ampulle auf die Eizelle und deren Schutzwall aus Versorgungszellen (Cumuluszellen) treffen.

Unsere Empfehlung

Wie sich Spermien unter Laborbedingungen einer Eizelle und ihrer Versorgungszellen nähern zeigt dieses Video auf www.embryology.ch

Achte auch auf die Grössenverhältnisse von Spermien und Eizelle!

 

 

Durch die Cumulus-Zellen

Die Spermien müssen aktiv klebrigen Zellverband durchschwimmen bis sie auf die harte Oberfläche der zweiteiligen Eizellwand stossen.

Passende Bindungsstelle

Ein Identifikations-Code aus Zucker- und Eiweissmolekülen gewährleistet, dass nur Spermien der selben Tierart an eine Eizelle binden können.

Punktuelle Auflösung

Stimmt der Code überein, setzt das Spermium Verdauungssäfte (Hyaluronidase) frei (Akrosomen-Reaktion). Diese lösen die äussere Hülle (Zona pellucida) der Eizelle punktuell auf.

Durch die äussere Wand

Angetrieben von ihren Schwänzchen können die Spermien nun die äussere Zellwand der Eizelle durchdringen.

Alles dicht

Sobald das erste Spermium die weiche innere Wand der Eizelle erreicht, verhärtet diese sich blitzartig. Für alle anderen Spermien ist sie jetzt verriegelt. (Polyspermie-Block)

Nur einer am Ziel

Dadurch können niemals mehrere Samenzellen dieselbe Eizelle befruchten, wodurch ein nicht-lebensfähiger Embryo entstünde.

Verschmolzene Hüllen

Das Siegerspermium verschmilzt nun mit der Eizellhülle und setzt sein Erbgut frei.

Neues Individuum

Das Erbgut des Vaters im Spermium und das Erbgut der Mutter in der Eizelle bildet eine neue, individuelle Kombination der Erbinformationen.

Ein Wunder?

Neues Leben ist entstanden.

Wenn alles gut verläuft, kommt ca. neun Monate später ein Kalb zur Welt.

SPERMI

Unsere Empfehlung

Eine wissenschaftliche Herangehensweise an die Vorgänge bei der Befruchtung bietet die Webseite www.embryology.ch